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Wirtschaft



Wilhelmshaven muss sich verändern

Nur die Hafenwirtschaft, wird Wilhelmshaven nicht voranbringen.

Eine Wirtschaftsstrategie, die erst baut, um dann nach den eigentlichen Partnern sucht, mit denen man seine Umsätze macht, ist eine verfehlte und eher verzweifelte Art, die Zukunft positiv zu gestalten.

Der JadeWeserPort ist ein solches "Vehikel", das nun am sogenannten Tiefen Fahrwasser mehr oder weniger vor sich hindümpelt. Von den Wilhelmshavener Kommunalpolitikern wurde die Dynamik des globalisierten Marktes komplett unterschätzt oder aus Unwissen einfach nicht zur Kenntnis genommen.

Eine Investition von 1,45 Milliarden Euro inklusive Bahnstrecke sucht nun händeringend nach Anschluss auf dem Weltmarkt und es scheint, dass der Hafen nicht im angekündigten Maße überlebensfähig sein wird. Nicht zuletzt die öffentlich gemachte Automatisierung des Betreibers ist ein Zeichen, dass auch die Arbeitsplatzversprechen deutlich nach unten korrigiert werden müssen. Jetzt auch noch eine zweite Ausbaustufe ins Spiel zu bringen ist die Krönung eines Irrtums, den man sich höchstwahrscheinlich nicht eingestehen möchte.


Alternativen

zum ewigen Wachstum, das es auf einer Erde gar nicht geben kann, sind z. B. mit der Postwachstumsökonomie schon längst auf dem Weg.

Lokale Ideen und Systeme werden gebraucht, ohne die Globalisierung damit komplett ausschließen zu wollen.

Die im Containerterminal verbrauchten Steuer-Milliarden hätte man z. B. in der Bildung wesentlich sinnvoller einsetzen können.


Integriertes Hafenkonzept

Um solche Milliardengräber zu vermeiden, muss objektiver und nachhaltiger geplant werden und nicht mit Politikern, die nur von einer Wahlperiode zur nächsten denken. Sogar die niedersächsische Landesregierung mahnt, Bundesbauten besser im Kosten- und Zeitrahmen zu halten.

Bei Großprojekten muss der gesamtheitliche Ansatz zusammen mit einer objektiven Wirtschaftsanalyse die Basis der Beurteilung bilden und nicht reines Wunschdenken einer Hafenlobby.

Nur so kann man Steuergelder sinnvoll einsetzen.

Dazu gehört auch ein Hafenkonzept, dass die Vorhaben von Städten, Kommunen, Ländern und dem Bund gesamtheitlich koordiniert.


Wirtschaftlobby darf nicht zum unumstößlichen Prägefaktor werden

Umweltschutz und Ökonomie sind durchaus vereinbar, entgegen der Dauerexpansionsthese der Wirtschaftslobbyisten, die auch schon ´mal damit drohen, Arbeitsplätze abzubauen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Elbvertiefungsbefürworter müssen sich fragen lassen, wie oft dieser Vorgang noch wiederholt werden kann, ohne dass die Natur leidet oder die Stabiltät der Deiche gefährdet wird.

Salzpipelinebefürworter müssen der Realität ins Auge sehen und verstehen, dass man saline Lösungen in hoher Konzentration nicht ewig ohne Nebenwirkungen in die Nordsee pumpen kann.

Unternehmen müssen nach Alternativen suchen, und eine Müll-Vermeidungsstrategie von vornherein in ihre Arbeitsprozesse integrieren.


TTIP und CETA sind eine Gefahr für Demokratie,

für den Rechtsstaat, die Umwelt-, die Arbeitnehmer- und den Verbraucherschutz. Besonders kritische Punkte sind die Investor-Staat-Schiedsverfahren und Regelungen zur regulatorischen Kooperation, die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen.

Es muss verhindert werden, dass in intransparenten Verhandlungen Arbeits-, Sozial-, Umwelt-, Datenschutz- und Verbraucherschutzstandards gesenkt sowie öffentliche Dienstleistungen (z. B. Wasserversorgung) und Kulturgüter dereguliert werden. Wir müssen eine alternative Handels- und Investitionspolitik der EU durchsetzen, die die demokratische erarbeiteten Rechte weiterhin schützen.


Es gibt kein unendliches Wachstum

Wir brauchen auch einen wirtschaftlichen Richtungswechsel.

Lokale Wirtschaftsmodelle, lokale Währungen können dazu beitragen, das mehr Geld in der Region ausgegeben wird.

Mikrokredite kurbeln die Wirtschaft an und fördern und produzieren Innovationen.

Zinslose Kredite nehmen zukünftigen Unternehmen den Druck.


Links:
postwachstumsoekonomie.org
Grundzüge einer Postwachstumsökonomie
Als „Postwachstumsökonomie“ wird eine Wirtschaft bezeichnet, die ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts über stabile, wenngleich mit einem vergleichsweise reduzierten Konsumniveau einhergehende Versorgungsstrukturen verfügt. Die Postwachstumsökonomie grenzt sich von landläufigen, auf Konformität zielende Nachhaltigkeitsvisionen wie „qualitatives“, „nachhaltiges“, „grünes“, „dematerialisiertes“ oder „decarbonisiertes“ Wachstum ab. Den vielen Versuchen, weiteres Wachstum der in Geld gemessenen Wertschöpfung dadurch zu rechtfertigen, dass deren ökologische „Entkopplung“ kraft technischer Innovationen möglich sei, wird somit eine Absage erteilt.


Links | Michael von den Berg
Linkseite
Besuchen Sie auch meine Linkseite, um sich einen Überblick über interessante und unterstützenswerte Institativen zu verschaffen-



Videos:
Seeblind - Der wahre Preis der Frachtschifffahrt


Bild: screen.petition.friedenstrasse

Bild: GRUPPO635.com | hufenbach






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